Teilhabe zu ermöglichen, ist eine gemeinsame Aufgabe. Wie die Beteiligten in der Eingliederungshilfe dabei besser zusammenwirken können, stand im Mittelpunkt des Fachtags am 29. September in Halle (Saale), den die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem Landesamt für Soziales, Jugend und Gesundheit veranstaltete.

Rund 250 Teilnehmende kamen zusammen, um sich mit den komplexen und besonderen Bedarfslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen auseinanderzusetzen. Katja Fischer, Vorstandsvorsitzende der LIGA, begrüßte die Teilnehmenden zu Beginn der Veranstaltung mit einem Grußwort.

Für uns als LIGA ist dieser Austausch wichtig: Die Erfahrungen aus den Einrichtungen und Diensten der Freien Wohlfahrtspflege müssen mit den Perspektiven von Menschen mit Behinderungen, Leistungsträgern und weiteren Verantwortlichen zusammengebracht werden. So können Herausforderungen gemeinsam betrachtet und Wege zu einer bedarfsgerechten Unterstützung entwickelt werden.

Der wissenschaftliche Impuls von Prof. Dr. Annika Lang von der Katholischen Hochschule Freiburg eröffnete den fachlichen Austausch. In den anschließenden Themenwerkstätten standen Erfahrungen und Fragen aus der Praxis im Vordergrund. Sie boten Gelegenheit, über die eigene Zuständigkeit hinauszublicken, andere Sichtweisen kennenzulernen und gemeinsam Ideen zu entwickeln.

Gerade bei komplexen Bedarfslagen kommt es darauf an, dass Unterstützungsangebote ineinandergreifen. Dafür braucht es gegenseitiges Verständnis für die jeweiligen Aufgaben, Handlungsmöglichkeiten und Grenzen. Ebenso braucht es Raum, Schwierigkeiten offen anzusprechen und bestehende Abläufe kritisch zu hinterfragen. Der Fachtag bot dafür einen wichtigen Rahmen.

Die Freie Wohlfahrtspflege bringt vielfältige Angebote, fachliches Wissen und Erfahrungen aus der täglichen Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigungen ein. Als LIGA wollen wir diese Expertise in den gemeinsamen Dialog einbringen und die Zusammenarbeit weiter stärken. Maßstab bleiben dabei die individuellen Bedarfe und das Recht auf selbstbestimmte Teilhabe.

Wir danken allen Beteiligten für den offenen Austausch und die engagierte Mitgestaltung. Die Gespräche in Halle haben wichtige Fragen aufgeworfen und neue Perspektiven eröffnet. Daran gilt es anzuknüpfen, um Unterstützung gemeinsam weiterzuentwickeln und Inklusion im Alltag zu gestalten.