Beim Treffen der Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Landesligen der Freien Wohlfahrtspflege in Stuttgart standen aktuelle sozialpolitische Entwicklungen, das Pflegeneuordnungsgesetz und eine bessere Abstimmung zu bundespolitischen Vorhaben im Mittelpunkt. Eine Führung zum jüdischen Leben in Stuttgart ergänzte das Programm.

Am 21. und 22. Oktober 2026 kamen Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der Landesligen der Freien Wohlfahrtspflege auf Einladung der LIGA Baden-Württemberg in Stuttgart zusammen. Das Treffen bot Raum, aktuelle Entwicklungen aus den Ländern zu diskutieren, gemeinsame Herausforderungen zu benennen und die länderübergreifende Zusammenarbeit weiterzuentwickeln.
Pflegeneuordnungsgesetz im Fokus
Ein zentraler Schwerpunkt war das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG). Im gemeinsamen Austausch wurden die geplanten Veränderungen und deren mögliche Auswirkungen auf Pflegebedürftige, Angehörige sowie die Einrichtungen und Dienste der Freien Wohlfahrtspflege betrachtet.
Dabei wurde erneut deutlich: Entscheidungen auf Bundesebene haben konkrete Folgen für die Arbeit in den Ländern und für die soziale Infrastruktur vor Ort. Umso wichtiger ist es, die Erfahrungen und Einschätzungen der Landesligen frühzeitig zusammenzuführen.
Austausch zu Bundesgesetzen verbessern
Neben den inhaltlichen Fragen zum PNOG ging es deshalb auch darum, wie der Austausch zu wichtigen Bundesgesetzen künftig schneller, verlässlicher und strukturierter gestaltet werden kann.
Ziel ist es, relevante Gesetzesvorhaben frühzeitig gemeinsam zu bewerten, Erfahrungen aus den Ländern zu bündeln und gemeinsame Positionen stärker in politische Prozesse einzubringen. Die unterschiedlichen Perspektiven der Landesligen bilden dafür eine wichtige Grundlage: Sie zeigen, welche Auswirkungen bundespolitische Entscheidungen auf die konkrete Praxis in den Ländern und Kommunen haben.
Das Treffen setzte damit einen wichtigen Impuls für eine kontinuierlichere Vernetzung und eine noch engere Zusammenarbeit der Landesligen.
Jüdisches Leben in Stuttgart
Ein besonderer Programmpunkt war eine Führung zum jüdischen Leben in Stuttgart. Der Rundgang führte unter anderem zum Hotel Silber sowie zur Synagoge und verband historische Orte mit Fragen der Gegenwart.
Die Führung gab eindrucksvolle Einblicke in jüdische Geschichte und jüdisches Leben in Stuttgart. Zugleich unterstrich sie die Bedeutung von Erinnerungskultur, gesellschaftlicher Verantwortung und einem entschlossenen Eintreten gegen Antisemitismus.
Wir danken der LIGA Baden-Württemberg für die Gastfreundschaft und die Organisation sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den offenen und wertvollen Austausch.


Unser herzlicher Dank gilt der LIGA Baden-Württemberg für die Gastfreundschaft, die hervorragende Organisation und das abwechslungsreiche Programm. Sie hat den Rahmen für zwei intensive Tage geschaffen, die von offenem Austausch, wertvollen Begegnungen und vielen neuen Impulsen geprägt waren.















