Mit den Aktionswochen „Menschlichkeit wählen.“ hat die LIGA in den vergangenen Wochen sichtbar gemacht, was die Herausforderungen für die Menschen in Sachsen-Anhalt konkret bedeuten. In verschiedenen Aktionswochen haben die Verbände Einblicke in zentrale Felder sozialer Arbeit gegeben – von Migration und Integration über Altenhilfe und Pflege bis hin zu Inklusion und Teilhabe. Im Mittelpunkt standen dabei die Menschen, ihre Lebensrealitäten und diejenigen, die sie täglich begleiten und unterstützen. Die Aktionswochen haben gezeigt: Menschlichkeit wird dort konkret, wo Teilhabe ermöglicht, Unterstützung gesichert und Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen nicht allein gelassen werden.

Somit richtet die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt bereits den Blick auf die anstehende Regierungsbildung. Aus Sicht der Freien Wohlfahrtspflege kommt es nun darauf an, dass für die kommende Legislaturperiode die notwendigen Entscheidungen getroffen und die anstehenden Aufgaben angegangen werden. Sachsen-Anhalt steht vor großen gesellschaftlichen Veränderungen: Der demografische Wandel, soziale Ungleichheiten, Migration und Integration, Fachkräftemangel sowie der zunehmende Antisemitismus stellen das Land vor Herausforderungen, die nahezu alle Lebensbereiche betreffen.

Für die LIGA ist dabei entscheidend, dass bei den anstehenden politischen Entscheidungen Menschlichkeit der Maßstab bleibt. Politik muss sich daran messen lassen, ob sie Menschen Sicherheit, Teilhabe und Perspektiven ermöglicht und die Voraussetzungen für ein gutes Zusammenleben in Sachsen-Anhalt schafft.

Die soziale Infrastruktur gilt es nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern dort weiterzuentwickeln und zu stärken, wo sich Bedarfe verändern oder wachsen. Kinder und Jugendliche brauchen gute Bildungs- und Entwicklungschancen. Ältere und pflegebedürftige Menschen müssen wohnortnah Unterstützung erhalten. Menschen mit Beeinträchtigungen brauchen gleichberechtigte Teilhabe. Zugewanderte benötigen Zugänge zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Beratungs- und Unterstützungsangebote müssen für Menschen auch dann erreichbar bleiben, wenn Lebenslagen schwierig werden. Diese Zielsetzungen ziehen sich durch die unterschiedlichen Handlungsfelder des LIGA-Positionspapiers.

Eine verlässliche Finanzierung bleibt damit eine wesentliche Voraussetzung. Sie ist jedoch kein Selbstzweck: Sie ermöglicht stabile Angebote, gute Arbeitsbedingungen, fachliche Qualität und die notwendige Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur.

„Wir benötigen Handlungsfähigkeit und Planungssicherheit – statt langwieriger Hängepartien. Auf Landesebene stehen wichtige Reformen und Entscheidungen an, die unmittelbare Folgen für die Menschen und die soziale Infrastruktur in Sachsen-Anhalt haben“, erklärt die Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt, Katja Fischer.

Die LIGA wird den weiteren politischen Prozess fachlich begleiten und sich dort einbringen, wo Entscheidungen die soziale Infrastruktur und die Lebensbedingungen der Menschen in Sachsen-Anhalt betreffen. Dabei will sie die Erfahrungen aus der täglichen Arbeit ihrer Verbände, Einrichtungen und Dienste in die politische Debatte einbringen.

Unser gemeinsames Ziel ist ein Sachsen-Anhalt, in dem jeder Mensch seinen Platz findet und Unterstützung erhält, wenn sie gebraucht wird. Dafür braucht es eine starke soziale Infrastruktur und politische Entscheidung, bei denen Menschlichkeit der Maßstab bleibt.

Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege hat sich in einer Pressmitteilung vom 09.07.2026 zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt geäußert:

Pressemitteilung der BAGFW zu den Wahlen in Sachsen-Anhalt